Die Volleyballerinnen des VfB Ulm mussten am Samstag beim Derby gegen die TG Biberach einen tragischen 3:1 (22:25, 25:21, 25:22, 25:21) Erfolg verbuchen. Mit Julika Schmidt (VfB), Calla Hofmann (TGBC) und Sarah Lindenthal (VfB) verletzten sich gleich drei Spielerinnen ohne Gegnereinwirkung und könnten allesamt längere Zeit ausfallen.
Die VfB-Damen wurden zunächst ihrer Favoritenrolle kaum gerecht und mussten einem 3-Punkte Rückstand hinterherlaufen. Eine Aufschlagserie von Julika Schmidt brachte scheinbar die Wende und eine 12:8-Führung, doch eine Reihe unnötiger Fehler und eine starke Calla Hofmann auf der Gegenseite wendeten das Blatt erneut, so dass Biberach den ersten Satz mit 25:22 gewinnen konnte. Beim Stand von 18:18 kam es dabei zur ersten Verletzung von Julika Schmidt, die nach einer Abwehraktion im Spagat über starke Schmerzen in den Ad- und Abduktoren klagte und das Spiel nicht fortsetzen konnte. Der Start in den zweiten Durchgang verlief ebenso zu Gunsten der TG Biberach, bis sich Calla Hofmann beim Stand von 8:2 nach eigenem Angriff das Knie verdrehte, zunächst auf dem Boden liegenblieb und kurze Zeit später den Weg ins Krankenhaus aufsuchen musste. Die Schwächung der Gäste konnte im Verlauf des Satzes ausgenutzt und so der Satzausgleich geschafft werden. Nach einem guten Start in Satz 3 entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel und diesmal war es die Ulmer Medizinstudentin Sarah Lindenthal, die beim Stand von 17:17 und eigenem Angriff ihr Knie verdrehte und bereits als dritte Spielerin des Tages das Spiel nicht fortsetzen konnte. Trotz des Schocks konnte der VfB den Satz für sich entscheiden und fand auch besser in den vierten Durchgang, der schließlich die Entscheidung zu Gunsten des VfB Ulm brachte.
„Ein solches Spiel mit drei Verletzten haben ich in über 40 Jahren Volleyball noch nie erlebt. Ich hoffe, dass alle drei keine schwerwiegenden Verletzungen erlitten haben und wünsche allen Dreien eine schnelle Genesung. Letztendlich passt das aber zu den letzten Wochen, in denen bei uns ständig mehrere Spielerinnen das Training mit Verletzung oder Krankheiten absagen mussten. Ich hoffe dass es das jetzt mal war und wir die Saison vernünftig zu Ende spielen können.“ resümmierte Trainer Jochen Lehner nach dem Spiel. Mit dem vierten Sieg im vierten Spiel konnte der VfB Ulm die Tabellenspitze verteidigen und fährt kommende Woche nach Heidelberg.