Damen 1 (Regionalliga)

Mit leicht verändertem Kader startete der VfB Ulm in die siebte Drittliga-Saison 2025/26, wobei es zunächst nicht gelang, an die Leistungen der vergangenen Jahre anzuknüpfen. Vor allem die prüfungs- und urlaubsbedingte Absenz von Stammzuspielerin Kathrin Keller konnte in der Vorrunde nicht kompensiert werden. Nach sechs Niederlagen in Folge und einem sehr schwachen Auftritt beim USC Konstanz legte schließlich Trainer Dennis Böttger sein Amt überraschend nieder, so dass kurzfristig Ex-Trainer Jochen Lehner ins Trainergeschäft zurückkehrte und die Führung der verunsicherten Mannschaft übernahm.
Unglücklicherweise verletzte sich Emily Dod bereits beim Aufwärmen zum ersten Spiel unter neuer Leitung, was dazu beitrug, dass die Ulmer Mannschaft ihre mit Abstand schwächste Halbsaison der sieben 3.Liga-Jahre absolvierte. Letztendlich wurde die Hinrunde mit Null Punkten und nur fünf gewonnen Sätzen abgeschlossen, wobei der Abstand zum rettenden Ufer „nur“ bei neun Punkten lag.
Nach der Rückkehr von Kathrin Keller und der Genesung von Emily Dod zum Beginn der Rückrunde setzte es zwar zunächst gegen Ludwigsburg die zehnte Niederlage in Folge ohne Punktgewinn, doch fortan ging es aufwärts. Mit 13 Punkten gelang die beste Halbsaison der Ulmer 3.Liga-Geschichte, wobei die Tie-Break-Niederlagen sehr schmerzten – gegen Villingen lag man 2:0 und 22:19 in Front, gegen Bad Vilbel wurde eine 24:20 Führung nicht genutzt und gegen Stuttgart wurde eine 8:3 Führung im fünften Satz abgegeben.
Letztendlich stand vor dem letzten Spieltag der Abstieg in die Regionalliga fest, wobei zum Abschluss noch ein Volleyballfest gegen den Meister TV Lebach gefeiert werden konnte. Vor einem begeisternd mitgehenden Publikum wurde die Gäste mit 3:0 bezwungen und der Abstieg „gefeiert“.
Trotz des Abstiegs bleibt der größte Teil der Mannschaft zusammen – lediglich Lilli Weber, Emily Dod und Jana Vucovic verlassen beruflich bedingt den Ulmer Raum und Johanna Stolle wird wegen eines Auslandssemesters bis Februar der Mannschaft fehlen.
Auf der Habenseite stehen mit Silke Lehner, Kathrin Keller, Annika Rueff, Annika Zeifang, Alexandra Graf, Klara Röttger und Silja Stadlbauer sieben Spielerinnen aus der Vorsaison im Kader und mit Jochen Lehner bleibt auch der Trainer an Bord. Voraussichtlich werden auch Julika Schmidt und Verena Köppe weiter zur Verfügung stehen, was sich aber erst in den nächsten Monaten entscheiden wird.
Mit Libera Charlotte Fischer aus Botnang und den Außenangreiferinnen Elli Schneider aus Aalen und Sarah Lindenthal aus Sonthofen konnten bereits frühzeitig weitere Verstärkungen für die kommende Saison gewonnen werden. Mit Lara Drung aus der eigenen zweiten Damenmannschaft auf der Mittelposition und Daniela Klammt als Zuspielerin, die nach dem Studium in Regensburg im Sommer wieder nach Ulm zurückkehren wird, ist das Team bereits gut besetzt, so dass man das Ziel ausgegeben hat, um die Meisterschaft mitzuspielen und so weit wie möglich, den Abstieg auszumerzen.
Die Ulmer Ladies freuen sich auf jeden Fall bereits auf die neue Saison, die am 03.10.2026 beim Mitabsteiger USC Konstanz beginnt und hoffen zu Hause auf ähnliche Volleyball-Feste wie zuletzt gegen Lebach.