Das vermeindliche Spitzenspiel VfB Ulm gegen FV Tübinger Modell in der Volleyball-Regionalliga wurde am Samstagabend zu einer einseitigen Angelegenheit zugunsten des VfB. Nach einem phänomänal guten ersten Satz ließ man es die folgenden beiden Sätze etwas ruhiger angehen, wodurch man im dritten Satz sogar in die Verlängerung gehen musste, dennoch endete das Spiel mit einem klaren 3:0 Erfolg (25:14, 25:20, 28:26). Beim VfB Ulm musste auf Julika Schmidt verzichtet werden, die zetigleich als Trainerin beim SSV Ulm agierte, ansonsten standen alle Spielerinnen gegen TüMo zur Verfügung, die in der vergangenen Saison äußerst knapp den Aufstieg in die 3.Liga verpasst hatten. Nachdem gleich zu Beginn zwei Angriffe knapp im aus gelandet waren, zündete die Ulmer Mannschaft den Turbo und setzte die Gäste mit scharfen Aufschlägen unter Druck, so dass immer wieder der Block erfolgreich zupacken konnte. Der erste Satz geriet so zum Spaziergang und endete mit einem ungefährdeten 25:14. Trotz aller Ermahnung, dass es so unmöglich weitergehen konnte, kam man im zweiten Durchgang nicht richtig in Schwung, erst eine Aufschlageserie von Silja Stadlbauer und in der Folge erfolgreiche Blockaktionen von Silke Lehner und Annika Zeifang wendeten das Blatt zu Gunsten des VfB, der sich schließlich mit 25:20 durchsetzen konnte. Auch im dritte Durchgang standen die Zeichen zunächst auf Sieg, doch die 18:12 Führung wurde noch zur Zitterpartie, nachdem Annahme und Angriff nicht mehr wie zuvor eingesetzt werden konnten und die Gäste sich mit zunehmendem Mut immer wieder belohnen konnten. Wie schon in der Vorwoche in Konstanz mussten zwei Satzbälle abgewehrt werden, ehe ebenso wie in der Vorwoche Klara Röttger an den Aufschlag kam und mit ihren scharfen Services die Basis für den Satzerfolg schuf. Mit 28:26 wurde auch der sechste Satz der Saison gewonnen, so dass der VfB Ulm nach zwei Spieltagen den ersten Tabellenplatz einnimmt. Bereits nächste Woche geht es nach Rottenburg, wo die ebenfalls ungeschlaggene Mannschaft des TV auf die Ulmer Spielerinnen wartet. Trainer Jochen Lehner verbachte einen weitestgehend entspannten Abend in der Halle und musste erst Ende des dritten Satzes um den Sieg bangen: „Die ersten beiden Sätze gehören zu dem Besten was ich von der Mannschaft bislang gesehen habe und Tübingen gehört für mich trotz der klaren Niederlage zu den Top Drei in der Liga. Dass wir den dritten Satz noch erfolgreich bestritten haben, zeugt von der Reife der Mannschaft, die jetzt wohl den Druck des Titelfavoriten verkraften muss.“