Der VfB Schwarz-Rot Ulm trauert um Friedrich „Frieder“ Schickler. Er verstarb am 12. März 2026 im Alter von 84 Jahren im Kreise seiner Familie. Frieder Schickler hat sich insbesondere als langjähriger Kassenprüfer und Finanzreferent im Vereinsvorstand besondere Verdienste um den VfB Ulm erworben.
Friedrich Schickler wurde am 31.01.1942 in Ulm geboren. Seine Kindheit verbrachte er mit seiner Familie in den Nachkriegsjahren in den Notunterkünften auf der Wilhelmsburg. Als begeisterter Fußballer trat er zunächst in den TSV Blaustein ein. Mit 21 Jahren wechselte er zum VfB Ulm auf den Eselsberg. Er spielte bei den Aktiven und später bei den Fußball-Senioren in der AH. Mit seiner Frau Edeltraut meldete er sich schon bei Gründung der Skiabteilung zu Skikursen und -ausfahrten an. Nach der Fußball-AH wechselte Frieder mit seinen Fußballfreunden in die VfB Tennisabteilung. Dort nahm er bis zur Senioren-Klasse „Herren 60“ erfolgreich am Spielbetrieb teil. Das Ehepaar Schickler war auch viele Jahre in einer Kegelgruppe mit befreundeten VfB-Ehepaaren aktiv und gesellig. Bis zum Beginn seiner Krankheit spielte Frieder zuletzt viele Jahre regelmäßig in der VfB-Gaststätte Skat in einer VfB-ler-Gruppe.
Seit Mitte der 90ger Jahre unterstützte der Banker Frieder Schickler den Verein bei der Kassenprüfung und im Aufbau einer elektronischen Buchhaltung. Nachdem um die Jahrtausendwende ein Betrug den Verein in große finanzielle Schwierigkeiten gebracht hatte, brauchte der Verein eine neue Führung. Frieder unterstützte die damals neue Vereinsvorsitzende Dorothee Kühne tatkräftig über mehrere Jahre hinweg bei der Aufarbeitung. Gemeinsam sprachen sie mehrfach im Rechnungsprüfungsamt vor. Frieder brachte sich bei der Bewältigung der Finanzkrise in herausragender Weise ein. Zwei Anerkennungen dazu seien stellvertretend hier genannt:
Das Rechnungsprüfungsamt bescheinigte: Einen buchhalterisch „ so gut geführten Verein wie den VfB Ulm durch Friedrich Schickler hat die Amtsleitung noch nie erlebt“. Frieder Schickler nahm sich mit dem Vorstand der Vereinskassen an, bis der Verein zehn Jahre später wieder auf sicheren Füßen stand. Als Frieder sich dann am 26.03.2010 bei der Jahreshauptversammlung aus Altersgründen aus der ehrenamtlichen Finanzarbeit verabschiedete, würdigte Dorothee Kühne ihn mit den Worten: „Wenn Du, Frieder, in der Aufarbeitung des Finanzskandals nicht an meiner Seite gewesen wärst, hätte ich die Flinte ins Korn geworfen. Aber wir beide haben Lösungen erstritten bei der Bank. Ohne Dich hätte ich das so nicht machen können. Aber was Dich zusätzlich auszeichnete, war, dass es dir nie nur um das Vorstandsgeschäft und die reine Verwaltung des Geldes ging, sondern immer auch um die Entwicklung des Vereins.“
Frieder Schickler machte, so seine Frau Edeltraut, „die Vorstandsarbeit mit Begeisterung und in vielen Stunden zu Hause“. Als Banker und Computerexperte war er der absolute Fachmann für dieses Ehrenamt. Er war es, der den Wechsel von der papiergeführten Vereinsbuchhaltung in die digitale Buchhaltung für Hauptverein und Abteilungen einführte. Bei der Sparkasse Ulm war er berufstätig als Leiter der Hauptbuchhaltung. Nach der Wende wechselte er für zwei Jahre ins thüringische Zeulenroda als Sparkassendirektor. Diese Vernetzung, Fachkenntnis und Leidenschaft für EDV brachte er bis in seinen Ruhestand beim VfB Ulm ein.
Frieder Schickler war mit seiner Frau Edeltraut 56 Jahre verheiratet. Von 1963 (Vereinseintritt Frieder, etwa zehn Jahre später wurde auch Edeltraut Mitglied) waren sie VfB-Mitglieder bis Ende 2025. Frieder wurde 2023 vom Verein für 60 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet. Frieder hinterlässt seine Frau und die beiden Söhne Andreas und Thomas sowie zwei Enkeltöchter.
Der VfB Schwarz-Rot Ulm trauert mit den Angehörigen um Frieder Schickler. Der VfB Ulm ist dem humorvollen und beliebten Vereinskameraden zu großem Dank verpflichtet und wird ihn stets in ehrender Erinnerung behalten.
Seiner Familie danken wir für das Verständnis und die Rücksichtnahme bei der Ausübung seines herausfordernden Ehrenamtes. Wir wünschen seinen Lieben von Herzen Kraft und Trost für die nächste Zeit. Nach Frieders Wunsch fand die Trauerfeier im engsten Kreise statt.
Danke, lieber Frieder. Ruhe in Frieden.