Großes Kino beim VfB-Ulm. Ein sechsköpfiges Fernsehteam vom Bayerischen Rundfunk machte zwei Tage lang, am 24.und 25.Februar 2026, Aufnahmen auf dem Gelände und in den Räumen des VfB Ulm sowie auf dem Eselsberg. Die Crew dreht bundesweit für eine große Dokumentation und mehrteilige Serie in der ARD-Reihe „Being…“ zu Uli Hoeneß.
Der Weltfußballer hat nächstes Jahr seinen 75.Geburtstag. Aus diesem Anlass wird produziert. Und wenn es um das Leben der Hoeneß-Brüder Uli und Dieter geht, fängt schließlich alles in Ulm, am Eselsberg und beim VfB Ulm an. Hier sind die berühmten Geschwister aufgewachsen. Ihr erster Fußballverein war der VfB Schwarz-Rot Ulm. Aus dieser Zeit gibt es noch ehemalige Freunde und Weggefährten. Diese zu sprechen, war das Ziel des Autoren-und Kamerateams um Niklas Eckert und der Dreharbeiten in Ulm. Es werden bis zum Frühsommer weitere in Ulm folgen.
Nach wochenlangen Vorbereitungen zwischen dem BR und dem VfB Ulm war es endlich soweit:
Die VfB-Gaststätte war die erste Location. Drei Kameras wurden aufgebaut, Licht gesetzt, der Ton vorbereitet. Nach einigen Stunden des Aufbaus war alles soweit für das Interview mit Gerhard Wojtzyk, genannt „Tschick“. Er ist seit 67 Jahren VfB-Mitglied. Er wuchs in der Nachbarschaft der Hoeneß-Buben auf und spielte in der Kindheit mit ihnen in der VfB-Mannschaft. Seine Erinnerungen an diese Kindheit in den 60ger Jahren auf dem Eselsberg sind kaum verblasst. Tschick erzählte spannende und rührende Erlebnisse und Beobachtungen aus der damaligen Zeit – Geschichten vom Fußballplatz, in der Metzgerei Hoeneß, beim Kartenspielen und Kicken. Das Kamerateam war sehr beeindruckt von Tschick, den viele im Verein auch kennen als ehemaligen Leiter der Tennisabteilung.

Weiter ging’s in Ulm-Jungingen in der Schreinerei von Max Neuendorf. Max ist Ehrenvorsitzender der Tennisabteilung. Seit Bestehen des VfB Ulm, also seit 75 Jahren, ist er VfB-Mitglied und heute 87 Jahre alt. Er verbrachte viele Jahre seiner Kindheit auf der Ulmer Wilhelmsburg und die Jugend auf dem Eselsberg. Max war schon in der Lehre und etwa 17 Jahre alt, als er mit seinen Kumpels gegen die talentierten und ehrgeizigen Grundschüler Uli und Dieter Hoeneß am Feierabend kickte. Max schilderte dem Kamerateam die damaligen Lebensumstände, den Bezug der Familien Neuendorf und Hoeneß zur Wilhelmsburg, die nach dem Krieg eine Flüchtlings-und Notunterkunft war und in der sie gemeinsam lebten. Seine Erzählungen waren ein beeindruckendes Ulmer Zeitdokument.
Der VfB Ulm dankt dem Team vom Bayerischen Rundfunk für die gute Zusammenarbeit. Danke auch Tschick und Max für Eure tollen Erzählungen vor der Kamera. Macht man ja auch nicht alle Tage. Aber sie haben das großartig cool gemacht, die beiden. Danke unserem Gastwirt Mario Novembre für die Nutzung der Gaststätte als Studio.
Bis zur Ausstrahlung dauert es noch eine Weile. Etwa ein Jahr. Bis dahin haben die Fernsehleute noch eine Menge Arbeit. Wir wünschen ihnen dazu alles Gute. Hat Spaß gemacht!
Auf den Fotos (Foto:AS): Foto 1: Gerhard Wojtzyk beim Interview in der VfB Ulm Gaststätte.
Foto 2 : Max Neuendorf vor drei Kameras in seinem Büro.