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VfB-Volleyball: wieder ein Jugend-Nationalspieler

Empfehlung VfB-Volleyball: wieder ein Jugend-Nationalspieler
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SIMON KOHN, 15 Jahre,  hat zum Jahreswechsel für eine gute Nachricht beim VfB Ulm gesorgt. Der VfB-Volleyballer ist nominiert für die U16-Jugendnationalmannschaft! Wir gratulieren! Simon Kohn spielt diese Saison in der VfB-U16 Jugendmannschaft und ist bereits Stammspieler unserer 2. Herrenmannschaft. Volleyball wurde ihm in die Wiege gelegt: er ist Sohn der Volleyballtrainerin KIRSTEN KOHN. Der VfB Ulm ist zu einer guten Adresse im Deutschen Volleyballverband geworden. Denn SIMON ist nach seiner Schwester HANNAH KOHN und IANE HENKE (Volleyball-Jugendnationalmannschaft)  die dritte  Nominierung aus dem Verein für den Nationalkader (HANNAH ist in der  Beachvolleyball-Nationalmannschaft).

Damit wir SIMON alle besser kennenlernen können, hat NICOLA SALAMI, die Abteilungsleiterin VfB-Volleyball, dieses Interview mit SIMON KOHN geführt:

Nicola Salami (im weiteren Nicola): „Wie alt bist Du und welche Schule besuchst Du?“

Simon Kohn (im weiteren Simon) : „ 14 Jahre alt und ich bin in der 9. Klasse auf dem Anna- Essinger Gymnasium.“

Nicola: „Was sind denn Deine Lieblingsfächer?“

Simon: „ Also natürlich finde ich Sport ganz gut, aber auch Mathe und Deutsch.“

Nicola: „ Seit wie vielen Jahren spielst Du schon Volleyball?“

Simon: „ Ich habe in der 3. Klasse beim SSV Ulm mit Volleyball angefangen. Da war ich acht oder neun Jahre alt. Trainerin war damals meine Mama Kirsten Kohn.“

Nicola: „ Deine Mama spielt also auch Volleyball? Gibt es sonst noch Sportler in Deiner Familie?“

Simon: „ Ja, meine Mama und mein Papa spielen auch Volleyball. Als kleines Kind war ich oft zum Zuschauen mit dabei. Auch meine Schwester Hannah spielt Volleyball. Sie ist in der 1. Damenmannschaft des VfB Ulm, im Landeskader Baden-Württemberg und wurde sogar für den Bundeskader im Beachvolleyball nominiert.“

Nicola: „ Klasse! Da seid ihr ja eine richtige Volleyballfamilie. Treibst Du noch andere Sportarten außer Volleyball?“

Simon: „ Also angefangen habe ich mit Fußball. Danach ein Jahr lang Handball. Beim Fußball sollte ich als Torwart sogar auch in eine Jugendauswahl, aber ich musste mich irgendwann entscheiden, da beide Sportarten mit Turnieren am Wochenende nicht zu schaffen waren. Ich habe mich für Volleyball entschieden.“

Nicola: „ Beim Volleyball spielt ja die Größe eine ziemlich wichtige Rolle. Wie groß bist Du?“

Simon: „ Ich bin 1,73m groß und gehöre damit zu den Kleinsten der ausgewählten Spieler. Da ich aber hauptsächlich die Position des Liberos spiele, ist die Größe aber nicht so wichtig, wie z.B. bei einem Außenangreifer. Falls ich aber noch wachse, könnte ich auch noch zum Angriff wechseln.“

Nicola: „ Spielst Du bei den VfB Herren auch Libero?“

Simon: „ Normalerweise spiele ich in der 2. Herrenmannschaft unter Trainer FABIAN MATTHÄS Libero. Auf der Position bin ich Stammspieler und stehe damit so ziemlich jedes Spiel auf dem Feld. Ich wurde auch schon als Außenangreifer eingesetzt, aber auf dieser Position dann auch mal ausgewechselt.“

Nicola: „ Was gefällt Dir beim Volleyball am Besten und was findest Du nicht so gut, oder nervt irgendwas manchmal sogar?“

Simon: „Also als Libero finde ich lange Ballwechsel richtig cool. Und toll ist, dass man auf der Annahme/Abwehrposition soviel Ballkontakte hat und quasi jede Sekunde vor einer neuen Herausforderung steht, weil jede Situation verschieden ist. So richtig nerven tut eigentlich nichts. Vielleicht ist manchmal eine Übung blöd oder etwas langweilig, weil wir sie schon so oft machen mussten. Aber das ist nicht so richtig schlimm, denn es bringt ja irgendwie trotzdem was, wenn man es auch noch sooft machen muss.“

Nicola: „ Wie gehst Du damit um, wenn Du mal einen Hänger hast oder es nicht ganz so läuft wie Du es Dir vorstellst?“

Simon: „Ich ärgere mich schon ziemlich schnell, aber meistens ist es nur für eine kurze Zeit und dann helfen mir meine Teamkollegen. Dann folgt meistens wieder ein guter Ball und dann läuft es auch schnell wieder.“

Nicola: „Wie kam es jetzt genau der Nominierung für die Jugendnationalmannschaft?“

Simon: „Ich wurde 2015 in den Bezirkskader Süd aufgenommen. Zwei Jahre später wurde ich für den Verbandskader nominiert. Vor wenigen Wochen fand dann mit dieser Mannschaft ein großes Turnier, der Bundespokal Süd, statt. Wir wussten vorher, dass bei diesem Ereignis dann Sichtungen für die Jugendnationalmannschaft stattfanden. Der Bundestrainer MATUSZ KALNY war in der Halle und schaute sich die Spiele an und besprach sich auch mit unseren Trainern. Am Ende des Turniers bekam dann jeder ausgewählte Spieler einen Umschlag. Dadurch war man zu einem einwöchigen Trainingslager in Kienbaum eingeladen, wo dann von 46 Jungen nochmal 24 ausgewählt wurden. Nach vielen Trainings bei den wir 3:3, 4:4, 6:6 und am Ende auch Beachvolleyball gespielt haben, gab es dann wieder einen Briefumschlag mit weiteren Informationen nur für die dann Ausgewählten.“

Nicola: „ Das mit den Briefumschlägen klingt ja sehr spannend. Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie aufregend das war. Musst Du dann jetzt auch ein Sportinternat oder Ähnliches?“

Simon: „ Erstmal noch nicht. Mir wurde nun ein Stützpunkt zugewiesen. Das ist für mich Friedrichshafen und ich kann dort in einer Landesligamannschaft mitspielen. Aber erst vor dem Wechsel zur 11. Klasse wird dann gewünscht, dass man, falls möglich, dort bei Familien oder in WG´s wohnt.“

Nicola: „Überschneiden sich denn Turniere für die Du Dich jetzt aus den Trainingswochen heraus immer auf Neue qualifizieren kannst auch mit den Schulzeiten?“

Simon: „ Ja. Die Turniere, das Erste für das ich mich qualifizieren kann, ist zum Beispiel ein Wettkampf 8 westeuropäischer Mannschaften in Portugal. Da würde ich in der Schule fehlen, aber um dort dabei zu sein, nimmt man auch das alleine Lernen und Nacharbeiten für die Schule gerne in Kauf.“

Nicola: „ Jetzt nochmal zurück zu persönlichen Dingen. Was isst Du denn am liebsten?“

Simon: „Kartoffeln. Hmm, vielleicht noch Gemüse dazu. Brokkoli.“

Nicola: „ Ernsthaft? Wenn Du zwischen Pizza, Pommes, Burger oder so etwas wirklich ganz frei wünschen dürftest?“

Simon (lacht): „ Ja, wirklich am allerliebsten irgendwas mit Kartoffeln.“

Nicola: „ Dann kommen wir auch fast schon zum Ende. Bleibt die allerletzte Frage: Was möchtest Du den Lesern und anderen Volleyballern vielleicht noch mitteilen?“

Simon: “Ich möchte allen sagen, dass man einen Traum immer weiter verfolgen und dafür kämpfen sollte. Ich hatte den Volleyball zwischendurch schon fast aufgegeben und jetzt bin ich so weit gekommen, weil ich dann doch dran geblieben bin und immer weiter trainiert habe.“

Nicola: „ Simon, ich danke Dir sehr für dieses tolle Interview!“

Der gesamte VfB Ulm, besonders aber die Volleyballabteilung des VfB Ulm wünschen SIMON KOHN ganz viel Erfolg für seinen Start in der Jugendnationalmannschaft. Wir verfolgen seine Karriere weiter sehr gespannt.

Alle Volleyballfans, die Simon live erleben möchten, laden wir ganz herzlich zu den Heimspielen der Rückrunde Bezirksliga 2018/19 des VfB Ulms ein. Infos auf der Homepage.

Interview: Simon Kohn

von Nicola Salami (Abteilungsleitung Volleyball VfB Ulm)

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